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Jahr 2001
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Der Bayerwald-Bote Dienstag, 4. Dezember 2001  
Endstationen sind Wendepunkte voller Bewegung
Zwölf Künstler stellen in der Galerie Kalina aus
Von Ingrid Frisch



Völlig unterschiedliche Arbeiten zeigt Kalina Svetlinski bis zum Jahresende in Ihrer Galerie: Malerei in Öl und Aquarell, Zeichnungen, lastiken und Skulpturen.

Regen. Der Titel der aktuellen Ausstellung in der Galerie Kalina klingt nach Endgültigem, nach einem strikten Einschnitt oder Schlussstrich. Beim genauen Hinsehen .aber ist in den Arbeiten der zwölf Künstler genau das Gegenteil zu entdecken: Anfänge, Wendepunkte und sehr viel Bewegung.

Einen ganz lockeren Pinselstrich verraten die kleinformatigen Ölbilder in Aquarelltechnik von Kirsten Delrieux aus Wiesbaden. Ihre Hafenszenen treffen den Ausstellungs-Titel "Endstation" sehr direkt.

In die Natur begleiten die Bilder von Helmut Baumgartl und Annemarie Ecker. Von Baumgartl sind kleinformatige Bleistiftzeichnungen der Jahreszeiten zu sehen. Annemarie Ecker führt den Betrachter ihres Ölbilds in einen dicht bewachsenen Wald, wo kein Durchkommen zu sein scheint. Dennoch hat das Bild nichts Bedrohliches, eher etwas Einladendes.

Hochklassig sind die Bronze-Skulpturen des bulgarischen Künstlers Boris Russinov. Seine Arbeiten, zum Teil kaum größer als zehn Zentimeter, sind voller Bewegung und stellen allesamt Frauen dar: Eine Frau mit einem Spiegel, die sich in ein Tuch hüllt oder eine Ballett-Tänzerin.

Eine Gruppe Keramik-Eier, geschlossen, an- oder ganz aufgebrochen, scheinen Symbole für einen Beginn. Die Deggendorferin Renate Schwemmer hat sie erarbeitet. Die ungewöhnlichsten Objekte stammen von Gerhart Winter aus München.
Er verquickt Materialien, die vordergründig gar nicht zusammen passen; Aus Holz, Eisen und Glas formt er zum Beispiel eine Skulptur, die an eine Eule erinnert.

Galeristin Kalina Svetlinski ist ihrem Lieblingsobjekt treu geblieben: Dem Mensch. Beziehungen sind in ihren Ölbildern so unterschiedlich und auch geheimnisvoll dargestellt wie Menschen eben sind.

Das stärkste und emotionalste Bild der Ausstellung ist ein großformatiges Ölbild von Kalina Svetlinski: Aus einem feuerroten Hintergrund stürzt eine Herde Stiere auf den Betrachter. zu, dem scheint, als höre er tausende von Hufen und rieche den Staub, den sie aufwirbeln.

Die Ausstellung dauert bis zum Jahresende. Geöffnet ist die Galerie Kalina.

 
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Der Bayerwald-Bote Montag, 6. August 2001  
Kontrast: Metall und Grafik in der
Galerie Kalina

Benkel und Paraszcuk stellen aus

Michael Paraszcuk erklärt hier Kalina Svetlinski das Objekt "Gentechniker". Paraszcuk stellt seine Metall-skulpturen in der Galerie am Kirchplatz aus. Der Gen-techniker steht vor der Galerie, ist für einen Monat "Kunst im öffentlichen Raum".
Regen (luk). Vor der Galerie Kalina am Kirchplatz steht eine verwegene Metall-Skulptur. Bewegliche Teile hat sie, eine Hand ist zu erkennen, ein Maiskolben und ein Apfel. Eine Maschine? Eine Figur?. "Das ist der Gentechniker", sagt Michael Paraszcuk, der gemeinsam mit dem Grafiker Utz Benkel in der Galerie ausstellt. Am Samstag war Vernissage, bei der Peter Glotz in das Werk der beiden l<ünstler einführte.
Bcnkel, der in Deggendorf ein Grafik- und Werbestudio hat, malt in Öl, Acryl oder Mischtechnik. Seine Bilder bestechen durch kräftige Farben. Passend zum Thema

"Frauen und andere Wichtigkeiten" ist das Lieblingsbild Benkels in der Ausstellung: Zwei Frauenkörper, wartende Prostituierte, fast skizzenhaft hingeworfen auf einen sorgfältig farbig komponierten Hintergrund.
Einen spannenden Kontrast zu Benkels Bildern bilden die Metallobjekte von Michael Parszcuk, einem gelernten Kirchenmaler. Von der Form sind ungewöhnlich, gebrochene Oberflächen, vergoldete Teile - und sie haben Witz. Wieder Gentechniker.
Die Ausstellung ist bis zum 31. August zusehen.

(Fotos: M. Lukaschik)
Michael Paraszcuk (links) und Utz Benkel vor einem der Bilder, die Benkel in der Galerie Kalina ausgestellt hat.

 
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Der Bayerwald-Bote Montag, 5. März 2001
Ausstellung in der "Galerie Kalina"
Grauer Granit und üppige Farben

Regen. "Übergrenze heißt die Ausstellung, die am Samstag in der "Galerie Kalina" eröffnet worden ist. Zu sehen sind Bilder von "Hausherrin" Kalina Svetlinski und Steinplastiken von Pietro Jelmorini.
Krasser könnte der Gegensatz kaum sein. Im unteren Raum der Galerie am Stadtplatz Svetlinskis neuere Bilder, in hellen, kontrastierenden Farben, darunter sogar Pop-Art wie der großformatige "Kuss". Eine Treppe höher dann die Plastiken von Jelmorini: Sie lassen spüren, wie kristallhart der uralte Granit ist, wie widerwillig er sich vom Künstler eine Form abtrotzen lässt - anders als der fügsame Marmor.
3. Bürgermeisterin Ilse Oswald zitierte in ihrer Einführung aus einem Gedicht von Nelly Sachs: "Wir Steine -
wer uns hebt, hebt Urzeiten empor.

Und sie betonte die Beziehung von Jelmorinis Kunstwerken zum Bayerischen Wald, der ja auch Granitland ist.
Allerdings sieht die Landschaft in Pietro Jelrnorinis Heimat ganz anders aus. Der 42-jährige Tessiner arbeitet seit zehn Jahren jeden Sommer in einem Bergatelier, einer wahren Einsiedler-Klause hoch über dem Lago Maggiore, das nur mit dem Hubschrauber oder über steile Bergpfade zu erreichen ist.



Stellen in der "Galerie Kalina" in Regen aus:
Malerin Kalina Svetlinski und der Tessinet Bildhauer
Pietro Jelmorini, hier mit der Skulptur "Höhlen".
(Foto: Fuchs)

Dort findet er auch sein Material: Der Granit steht mal in gewaltigen Pfeilern, mal liegt er in Geröllhalden.
Jelmorini bezeichnet sich als Autodidakten. Er ist nicht über eine Akademie zu Bildhauerei gekommen, Inspiration war das Gestein seiner Heimat. Und so schafft er nicht aus dem Granit etwas völlig Neues, Poliertes - er

lässt sich vielmehr von Strukturen, Maserungen, Farben des Steines leiten. Das ergibt dann das leine Gesicht des "Engels oder eben den groben, sehnigen Körper der "Büste ohne Kopf. Für seine "Selbstvermarktung ist Jelmorini nicht begabt, räumt er ein: Auftragswerke sind ihm absolut zuwider.
Johannes Fuchs

 
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Der Bayerwald-Bote Donnerstag, 18. Januar 2001
Bilder + Skulpturen "Form in Form"

Zeigt neue Werke in Ihrer Galerie, die Künstlerin Kalina Svetlinski

(Foto; M. Lukaschik)

Regen. Ein Spiel mit Farbe und Licht, mit Schatten und Linien ist zur Zeit in der Galerie "Kalina" zu sehen. Unter dem Motto "Form in Form" präsentiert die Kunstmalerin Kalina Svetlinski neben eigenen Werken Bilder und Skulpturen einheimischer und ausländischer Künstler.

"Form in Form ist doppel- beiden schimmert die Farbe deutig", sagt die aus Bulgarien stammende Künstlerin die die Galerie in Regen seit drei Jahren betreibt.

Formen innerhalb von Formen sind gemeint; und Formen, die in Form sind".

Von einem ehemaligen Lehrer Svetlinskis, von Professor Panaitov (Sofia) sind kräftig-farbige Bilder zu sehen. Mit Pastellkreiden malt er auf Stoff. Halb Gemälde, halb Skulptur hängt ein Werk von ihm mitten im Raum. Bei dem Bild gibt es kein hinten und vorn, von beiden schimmert die Farbe durch den transparenten, Stoff. Kleine Grafiken, die große Kunstwerke sind, stammen von dem bulgarischen Künstler Tsvetan Kazandjiev.

Die Regenerin Gabi Biller hat zwei in warmen Farben komponierte Bilder beigesteuert. Mit Keramik-Skulpturen ist Eva Preissinger vertreten.

Außer von professionellen Künstlern sind auch Bilder von ambitionierten Laien zu sehen, unter anderem von der Regenerin Anne-Marie Ecker, die sich mittlerweile von der gegenständlichen Malerei gelöst hat und mit Mut zur Farbe und Fläche arbeitet.

Michael Lukaschik

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