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Jahr 2006
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Der Bayerwald-Bote Donnerstag, 8. Juli 2006
"Langweilig wird es bei beiden nie"
Kalina Svetlinski und Eva Preißinger stellen in Galerie Kalina aus

Regen. "Ein harmonischer Treff zwischen Malerei und Keramik", so beschreibt die Künstlerin Kalina Svetlinski ihre mittlerweile dritte Ausstellung mit der freischaffenden Keramikerin Eva Preißinger.

Bei der Vernissage am 11. Juli in der Galerie Kalina hielt Helmut Baumgartl, langjähriger Freund der beiden Künstlerinnen und ehemaliger Vorstand der Regen-Maler, die Eröffnungsrede. Er lobte dabei Svetlinski für ihre Menschenbezogenen Werke und zeigte sich begeistert von der Vielfalt und den Ideen der Keramikerin Preißinger.

Die Ausstellung setzt sich zusammen aus den Bildern von Svetlinski, die durch ihre ruhige Farbkomposition in schlichten Erdtönen bestechen, und der Keramik von Preißinger. Die Keramikerin stellt Brände aus, die sie mit der so genannten Feldbrand- bzw. Rakubrand-Technik geschaffen hat. Die in den Farben schwarz und weiß gehaltenen Brände sind durch den Rakubrand entstanden. Hier werden die Werkstücke teilweise oder ganz mit halbtransparenten Glasuren



Schwarz und Weiß gekleidet wie der Titel ihrer Ausstellung: Eva Preißinger und Kalina Svetlinski inmitten ihrer Kunstwerke.
(Foto: Kolb)

begossen, bis 1000 Grad gebrannt und dann glühend aus dem Ofen genommen. Durch die anschließende Abkühlung entstehen Risse in der Glasur, die zusammen mit dem nicht glasierten weißen Ton ihre schwarze Färbung erhalten. Bei ihren Objekten verwendet die Künstlerin gern Symbole wie das Quadrat oder den Kreis, der für Geborgensein und Umfangensein steht. Die Zeichnungen und die Malerei von Svetlinski werden vor allem von den zwei größten Bildern der Ausstellung getragen.

Das eine mit dem Titel "Politischer Disput" stellt zwei Menschen dar, einer schwarz, einer weiß, die sich gegenüber sitzen. Zwischen den beiden ist ein heller Lichtstrahl zu sehen, der die Hoffnung für die Lösung des Disputs darstellen soll. Dabei geht es Svetlinski vor allem darum, den Kontrast zwischen zwei Menschen darzustellen, der auf unterschiedlichen Ebenen bestehen kann. Das zweite Bild mit dem Titel "Einsam" zeigt einen Menschen, der auf einen Stuhl sitzt. Der rechte Stuhl neben ihm ist unbesetzt. Damit will Svetlinski zeigen, dass der Mensch gerade in Zeiten zunehmender Globalisierung leicht vereinsamen kann. "Der leere Stuhl ist sozusagen eine Einladung an den Betrachter", so Svetlinski.
Betrachtet man die Werke der beiden Künstlerinnen, die so harmonisch erscheinen, so ist es erstaunlich, dass beide während dem Entstehungsprozess ihrer Ausstellungsstücke nichts von der Arbeit der anderen gewusst haben.

Interessierte können bis 30. Juli die Ausstellung "Von Schwarz bis Weiß" in der Galerie Kalina besu
chen. Claudia Kolb

 
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Der Bayerwald-Bote Donnerstag, 8. Juni 2006
Webism-Kunst aus sieben Ländern auf der Leine

Kalina Svetlinski / Deutschland
Dan McCormack / USA
Ingrid Kamerbeek / Deutschland
Olga Pavlova / Moldova
Habib Aghamohammadi
/ Iran
Henry Janok / Kanada
John Powell / Jamaika
hris Marshall / Australien
Rainer Grassmuck / Deutschland
Brigitta Krause / Deutschland
Gerhard Höberth / Deutschland
Norbert Strippel / Deutschland

 (Foto: Fuchs)
Regen (jf). Sie nennt sich "Webism", die internationale Künst1er-Gemeinde, die sich mit Vorliebe übers Internet austauscht. Insofern ist die Ausstellung "Kunst auf der Leine"‚ die derzeit in der Galerie Kalina zu sehen ist, eher untypisch zustande gekommen. Denn Kalina Svetlinski schrieb zwar ihre Idee im Internet aus, die Werke forderte sie aber per Post an. Von zwölf Künstlern hat sie 24 Bilder bekommen, in ganz unterschiedlichen Techniken, aber alle so kompakt, dass sie in den beiden Galerieräumen wirklich an der
Wäscheleine hängen können. Klassische, feine Aquarell-Miniaturen sind darunter, Fotokunst auf Schwarzweißfilm, digital verfremdete Fotos, aber auch Kunst, die komplett am Computer entstanden ist.
Ihre eigene Welt ist das Letztere nicht, sagt Kalina Svetlinski, die selbst auch mit winzigen Leinwandbildern auf der Leine vertreten ist.

"Ich brauche das Gefühl, einen Pinsel in der Hand zu haben, das Bild muss auch körperlich entstehen." Umso mehr begeistert sie die Gelegenheit, so viele unterschiedliche
Sichtweisen von Kunst ohne große Umstände in einer Ausstellung zusammenzuführen. Und sie freut sich auch, dass die Idee in der Galerie-Szene schon Beachtung gefunden hat - etwa durch einen Hinweis im Online Auftritt der Londoner "Saatchi Gallery".

Auf den Leinen der Galerie Kalina sind noch bis 30. Juni Künstler aus Australien, den USA, Iran, Kanada, Jamaica. Moldawien und Deutschland zu sehen.

Die Galerie ist Dienstag bis Freitag von 14 bis 18 Uhr, Samstags von 10 bis 13 Uhr geöffnet.

Der Bayerwald-Bote Montag, 8. Mai 2006
Premiere für Kalina: Malen im "offenen Atelier"
Regen (jf). Konzentriert an einem Bild arbeiten - das war gestern nicht drin für Kalina Svetlinski. Die Regener Malerin hatte zum ersten Mal bei der Bayernweiten Aktion "Tag des offenen Ateliers" mitgemacht, bei der sich Künstler bei der Arbeit über die Schulter schauen lassen sollen. Aber als Galeristin weiß Svetlinski, wie man Gäste empfängt: Mit Knabbereien und einem Glas Sekt, auf Wunsch auch mit Erläuterungen zu den vielen Arbeiten in den beiden Räumen am Kirchplatz. Alleine vor der Leinwand saß die Malerin immer nur kurz - und genau deshalb war sie recht zufrieden mit dem Aktions-Sonntag. Regener Sonntags-Spaziergänger schauten vorbei, viele Freunde und Schüler der umtriebigen Mal-Lehrerin, aber auch Atelier-Touristen, die an diesem besonderen Sonntag von einer Künstlerwerkstatt der Region zur nächsten fuhren.

Tag des offenen Ateliers: Die Regener Künstlerin Kalina Svvetlinski lässt sich über die Schulter schauen - die beiden Ölbilder gehören zur Serie " Wind". (Foto: Fuchs)

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