Presse
Jahr 2008
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Der Bayerwald-Bote Dienstag, 7. Oktober 2008
Farben des Lebens in Messing und Acryl
Von Simone Sälzer

Regen. Sinnliche Bilder von jungen Frauen, stilisierte Figuren in Collagen, eine Mutter mit Kind aus golden poliertem Messing spiegeln zurzeit "Farben eines Lebens" in der Galerie Kalina wider. Thore Kienscherf, Elma und Martin Reichert, Boris und Rumjana Russinov stellen noch bis zum 30. Oktober aus.

Ungeschminkt, ungestylt, aber sehr sinnlich und hübsch sind die Frauen, die Thore Kienscherf malt. Die Model-Bilder sind losgelöst von der Modefotografie und werden zu kontrastreichen, eigenständigen Motiven. Der 34-jährige Berliner trägt die Farben mit dem Spachtel-Messer auf, verliert sich nicht im Detail. Konturen existieren nicht, gehen ineinander über. Die Sinnlichkeit und Zartheit der jungen Frauen eröffnet sich dem Betrachter erst aus einige Metern Entfernung.

Elma und Martin Reichert aus Bad Füssing lassen in ihren Bildern Gefühle und Klänge, Farben und Formen aufleben. Sie verarbeiten darin Musik und ihre Erlebnisse von Reisen. Die stilisierten. Figuren, die Martin Reichert malt, entfalten erst durch die kräftigen Farbkompositionen in Grün, Gelb, Blau und die Collagentechnik ihre innere Dynamik. Elma Reichert vermeidet kräftige Kontraste, Pastellfarben und Luft zwischen dem Gemalten verleihen den Bildern eine gewisse Leichtigkeit.

Die Skulpturen aus Messing und Bronze des bulgarischen Künstlers Boris Russinov wirken trotz ihrer statischen Schwere sehr dynamisch. Es scheint, als ob bronzene Pferde mit ihren Wägen hinweg galoppieren, Athleten gekonnt turnen und die Milchstraße durchs Universum zieht. Die golden glänzenden Messingfiguren wirken zudem sehr weich. Die Plastiken seiner Frau Rumjana hingegen sind romantisch und weiblich verspielt. Detailgenau arbeitet sie Blumenmuster in Kleidern und Gesichtskonturen heraus.

Galoppierende Pferde und sinnliche junge Frauen sehen die Besucher bis Ende Oktober in der Regener Galerie von Kalina Svetlinksi. - Foto: Sälzer


Die Ausstellung "Farben eines Lebens" in der Galerie Kalina dauert noch bis 30. Oktober.

 
Der Bayerwald-Bote Samstag, 12 Juli 2008
Das Zusammenspiel von zwei Kunst-Welten
Ausstellung in der Galerie Kalina mit Werken des ungarischen Malers Zoltan Debreczeny

Regen. Noch bis zum 30. Juli kann das Publikum ein kontrastreiches Zusammenspiel zwischen zwei künstlerischen Welten in der Galerie Kalina erleben. "Hinter dem Schatten" ist das diesjährige Motto von Kalinas Jahresausstellung. Zur Ausstellungseröffnung kam auch der ungarische Gastkünstler Zoltan Debreczeny nach Regen.

Bei ungarischem Wein und klassischer Zithermusik von Silke Rager haben die Gäste die Gelegenheit genutzt, die beiden Künstler in interessante Gespräche zu verwickeln. Zoltans ungewöhnliche, illustrative Malerei ist eine neue Erfahrung für die Kunstinteressierten. Seine Werke sind wie eine Bühne, auf der Geschichten stattfinden, die provokativ, sarkastisch, witzig oder kritisch sind. Durch die dynamischen Farbkompositionen und die kuriosen Charaktere blickt man direkt in verschiedene Lebenssituationen.



Kalina Svetlinski und der ungarische Maler Zoltan Debreczeny haben eine gemeinsame Ausstellung mit demTitel "Hinter dem Schatten".
- Foto: L. Svetlinski
"Kalina liebt es, Menschen zu betrachten, ihre Licht- und Schattenseiten zu sehen, Emotionen, Reaktionen, Erlebnisse, Schwächen, Neigungen festzuhalten, um letztendlich den ganzen Menschen mit dem Universum verbunden zu erkennen", so beschreibt Marie-Luise Freimuth in ihrer Laudatio Kalinas künstlerische Impulse. Ihre aktuellen figurativen Kompositionen, in warmen Erdfarben, sorgen für einen nachdenklichen Blick "hinter den Schatten".

Im Gegensatz zu Zoltans Werken, in welchen der Betrachter zugleich Zuschauer einer Lebenssituation ist, lädt Kalina dazu ein, sich in ihre Bilder hineinzuversetzen und eine Reise zu unternehmen. Was entdeckt man dort? Ist der Schatten nur ein Hindernis oder eine Spur durch das Licht?
Die Antworten findet man in den ausgestellten Bildern in der Galerie Kalina.

Die Ausstellung ist zu sehen: Dienstag bis Freitag von 14 bis 18 Uhr; Samstag von 10 bis 13 Uhr.

 
Der Bayerwald-Bote Dienstag, 11. März 2008
Ein neues Haus der Kunst
Galerie Kalina eröffnet im ehemaligen Schuhhaus am Platzl

Regen. Am ehemaligen Schuhgeschäft am Platzl ist an diesem Samstagabend schon von außen zu erkennen, dass etwas Besonderes stattfindet, und beim Öffnen der Tür verliert man vor lauter Menschen den Überblick: Hier findet die Feier zur Eröffnung der Galerie Kalina Svetlinski am neuen Standort statt. Die Künstlerin und Bürgermeisterin Ilse Oswald geben durch ihre Anwesenheit dem Treffen die besondere Bedeutung. Kalina spricht von den Impulsen, die bei ihr zur Entstehung eines Werkes führen und wie sie beispielsweise Unendlichkeit und Einsamkeit auf ihren Bildern darzustellen versucht. Sie experimentiert mit den verschiedensten Maltechniken, bevorzugt aber Öl.

Zu ihren künftigen Zielen zählt sie, dass neben ihren eigenen Werken auch Gastkünstlern eine Repräsentationsmöglichkeit geboten werden wird, wobei außer Malerei auch Holz-, Metall- und Keramikarbeiten Berücksichtigung finden sollen. Dabei weist sie auf die bereits vorhandenen Arbeiten in ihrer Galerie hin. Neben den kleinen Bronzeplastiken des Bulgaren Boris Russinov fallen die meterhohen Holzskulpturen von Egon Ernst aus Langdorf auf. In einem Fall erinnert die Darstellung an einen vielfach verschlungenen Notenschlüssel. Diese und weitere Objekte sind aus einem Stück gearbeitet, wie der Künstler versichert. Egon Ernst ist von Beruf Glasschleifer, betreibt die Schnitzerei als Hobby.

In diese Stimmung bringt Ilse Oswald in ihrer Laudatio das Zitat von Andersen: "Leben allein ist nicht genug, Sonne, Freiheit und eine kleine Blume braucht man auch". Sie würdigt das künstlerische Wirken von Kalina und freut sich, dass am neuen Standort ihr Schaffen noch besser zur Wirkung kommt. Diese junge Kunst entfalte sich in einer sehr alten Umgebung, stellt sie fest: Als Tor zur Stadtmitte besteht die Ludwigsbrücke bereits seit 850 Jahren, nicht weit davon entfernt erhebt sich der Venusberg mit der Apotheke und gegenüber spürt man den Duft frischer Semmeln aus der seit 360 Jahren bestehenden Bäckerei Fischer. Ilse Oswald dankt Kalina, dass sie trotz verlockender Angebote in Regen geblieben ist, die Kunst und die Menschen liebt und deshalb von den Menschen geliebt wird. "Kalina begegnet uns in ihrer eigenen Sprache", stellt sie fest und wünscht unter Hinweis auf ihr Zitat von Andersen, "möge die neue Blume am Platzl zur vollen Blüte gelangen, andere verzaubern und mitreißen".

Marie-Luise Freimuth aus Bodenmais übermittelt im Namen der vielen Schüler aus dem ganzen Landkreis den Dank an Kalina für ihr erfolgreiches Wirken, wünscht ihr Glück und sagt: "Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne...".

Toni Nachreiner mit Kontrabass und Sven Ochsenbauer am E-Piano verstanden es, den Abend mit stimmungsvoller, dezenter Musik zu begleiten.
- scw


Die Interpretation der Künstlerin. bekamen die Besucher der Eröffnung geboten. kalina Svetlinski (links) erläuterte ihre Bilder. - F.: Schwittek

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Der Bayerwald-Bote Donnerstag, 6. März 2008
Viel Platz für die Kunst am Platzl
Kalina Svetlinski zieht mit ihrer Galerie vom Kirchplatz in das weiträumige frühere Schuhgeschäft Pankalla um
Von Simone Sälzer

Regen. "Alles noch ein bisschen chaotisch, aber es wird schon", sagt Kalina Svetlinski mit leichtem Akzent und lacht.

Die quirlige, kleine Künstlerin wirbelt durch die Räume ihrer neuen Galerie. Inder einen Ecke liegt noch ein Schraubenschlüssel, in der anderen steht eine Leiter. Im Hinterzimmer lagern verpackte Holzstühle neben Staffeleien, Pinseln und Farben. "Das wird das Atelier und hierher kommt die Bar", erklärt sie mit einer ausgreifenden Handbewegung und voller Tatendrang.

Die aus Bulgarien stammende Malerin, die seit 13 Jahren in Regen eine Galerie hat, zieht vom Kirchplatz nur einige hundert Meter weiter zum Platzl. Die neuen Räume, das frühere Schuhgeschäft Pankalla, werden am Samstag eröffnet. "Das alte Haus wird verkauft", erklärt sie. "Aber hier habe ich auch mehr Platz."


Nach einer lange Reise vom Kirchplatz über New York hängt diese Bild jetzt am PIatzI. Kalina Svetlinski braucht in ihrer neuen Galerie eine Leiter, um die Bilder in den größeren Räumen aufzuhängen.
- Foto: Sälzer

Musik, Literatur und Malerei
Die 45-Jährige holt sich eine Tasse Kaffee, einen Stuhl und erzählt von ihren Plänen - während ihr Mann an den Seilen arbeitet, mit denen die Bilder aufgehängt werden. "Ich möchte Kunst mit Musik und Literatur verbinden", sagt sie. Klassik oder Jazz, egal welche Musik, Hauptsache gut, sei für sie eine ganz wichtige Inspiration beim Malen. "Ich höre die Musik, plötzlich sehe ich ein Bild in meinem Kopf." Musikalische Abende, Lesungen, Workshops und Seminare stehen künftig auf ihrer Liste. "Im September mache ich ein experimentelles Seminar", erklärt sie. "Mit extremen Richtungen auf sehr großen und kleinen Bildern."
Von Mai bis Dezember sind Wechselausstellungen geplant. Die Galerie biete der kleinen Kunstszene in Regen die Möglichkeit, sich zu vergrößern. Die Liste mit den Künstlern, die angefragt haben, sei lang. "Bei einer Ausstellung in Salzburg vor zwei Jahren haben mich zwei Maler aus Italien schon nach einen Termin gefragt", sagt sie.
Für die Künstler sei es wichtig, ein neues und breites Publikum zu gewinnen. Den Regenern soll eine andere Art von Kunst begegnen, das Niveau der Ausstellungen sehr professionell sein. "Ich denke eigentlich mehr als Künstlerin, weniger als Galeristin", lacht sie. Am Samstag werden aber erstmal, neben Holzobjekten von Egon Ernst, auch ihre eigenen Werke in den neuen Räumen am Platzl zu sehen sein. Bilder, die schon um die Welt gereist sind, bei Ausstellungen in New York, Florenz und Shanghai waren. Galerie und Malen, zwei Leidenschaften der Künstlerin.

Die quirlige Künstlerin hält es nicht lange auf ihrem Platz. Sie steht auf und kommt einige Sekunden später mit einem dicken blauen Ordner zurück. Fein säuberlich sind in Klarsichtfolien gesteckte Zeitungsartikel eingeheftet. "Das ist Christian Karembeu, ein französischer Nationalspieler, der hat fünf meiner Bilder gekauft", erzählt sie, ihre Augen leuchten. "Aber ich wusste nicht mal, wer das ist", flüstert sie leicht verschmitzt, lacht und blättert weiter. Im gleichen Moment geht die Tür auf, eine Frau betritt die Räume der Galerie. "Das ist eine meiner Schülerinnen", sagt Kalina Svetlinski. "Die lassen es sich nicht nehmen und wollen heute Nachmittag malen." Die Bilder ihrer Schüler werden Ende des Jahres in der Galerie ausgestellt.

"Es passiert, wenn es passiert"
Wie viele Bilder die Künstlerin, die in Bulgarien an der Akademie der Bildenden Künste studiert hat, in ihrer Laufbahn schon selbst gemalt hat, weiß sie nicht. "Ich mache da keine Liste, ich brauche das nicht zu zählen. Sie malt das, was in diesem Moment gerade für sie wichtig ist. Alles sei so frei beim Malen. "Es passiert, wenn es passiert", sagt die Künstlerin, die das American Biographical Institute in ihr Buch der 1000 berühmtesten Frauen der Welt aufgenommen hat, ganz philosophisch. "Themen, die weit weg sind, können für mich ein guter Grund zum Malen sein. Eigentlich habe ich Ideen für zwei Leben."

Die offizielle Eröffnung der neuen Galerie am Platzl ist am Samstag, ab 18.30 Uhr. Am verkaufsoffenen Sonntag hat sie von 13 bis 18 Uhr geöffnet.

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